Warex Online-Katalog

WAREXHistorie

1964

Der Ursprung der WAREX Valve GmbH liegt im Jahr 1964: Zu diesem Zeitpunkt gründete Ing. Friedhelm Dirkskötter in Senden/Westfalen die Dirkskötter Armaturen GmbH & Co. zur Herstellung von Absperr-, Drossel- und Regelklappen.
Die Firma begann mit der Entwicklung und Herstellung von zentrisch gelagerten Absperrklappen in Zwischenflansch- und Doppelflanschausführung mit fest im Armaturengehäuse einvulkanisierten Dichtmanschetten.

Die enge technologische und konstruktive Zusammenarbeit u.a. mit den Chemischen Werken Hüls, den Anlagenbauern Uhde, CEAG, Mannesmann-Demag und dem Container-Hersteller Thyssen führte fast zwangsläufig zu einem schnellen Wachstum der Dirkskötter Armaturen GmbH & Co.

1974

wurden räumliche Erweiterungen der Betriebsstätte vorgenommen, um den erhöhten Anforderungen der Industriekunden Rechnung zu tragen. Verstärkt wurde die Einsatzfähigkeit von Absperrorganen bei erhöhtem Systemdruck von mehr als 10 bar, unter extremen chemischen Einflüssen und thermischen Belastungen gefordert. Der Inhaber sorgte in dieser Zeit dafür, dass konstruktive und fertigungstechnische Voraussetzungen zur Herstellung von Doppelexzentrischen Absperrklappen geschaffen wurden.

1976

wurde die Produktionspalette auf die Herstellung von Doppelexzenterklappen in Zwischenbau- und Doppelflanschausführung bis Nennweite 2400 erweitert. Letztere wurden besonders für Großwasser- und Klärwerke benötigt und sind aktuell noch u.a. in Berlin, Florenz und Kairo im Einsatz. Neben sogenannten weichdichtenden Ausführungen wurden diese Baureihen auch in rein- und mischmetallisch dichtschließender Ausführung geliefert.
Die Erfahrungen beim Bau der doppel-exzentrischen Absperrklappen wurden für eine neuerliche Erweiterung der Produktpalette genutzt: Die Herstellung von patentrechtlich geschützten Doppelflansch-Rückschlagklappen mit einstellbarer hydraulischer Dämpfung.
Weiterhin wurden zentrisch gelagerte Absperrklappen für den Einsatz bei abrasiven Medien entwickelt. Dirkskötter nahm in das Programm Absperrklappen mit Druckluft extern beaufschlagten Dichtmanschetten auf, um eine verschleißintensive Berührung der Klappe mit dem Dichtelement im Gehäuse während des Schließ- und öffnungsvorganges zu verhindern.

1982

Nach dem Unfalltod des geschäftsführenden Firmengründers im Jahr 1982 wurde das Unternehmen unter Beibehaltung des Markennamens als DEKA Armaturen GmbH von neuen Eigentümern weitergeführt. Die Neuausrichtung führte zu einer weiteren Ausweitung des Fertigungsprogrammes. Zahlreiche Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen aus dieser Zeit belegen die Innovationskraft des Unternehmens unter dem technischen Leiter Ing. Gerhard Oberbeck. Mit Kreativität und Zielstrebigkeit wurden anwendungstechnisch zuverlässige Problemlösungen entwickelt.

So wurde u.a. eine Absperrklappe produziert, die die Vorzüge einer Doppelexzenterklappe und eines Ventils vereinte. Mit einer Antriebswelle wurden die 90°-Schwenkbewegung und anschließend eine Linearbewegung der Klappe in den Gehäusedichtsitz erreicht. Die „Ventil-Doppelexzenterklappe“ wurde unter dem Namen VENDEX am Markt eingeführt und weltweit patentrechtlich geschützt.

1985

1985 wurde das Unternehmen erneut verkauft: Das Unternehmen firmierte nun unter dem Namen Westfälische Absperr- Regel- und Exzenterklappen (kurz: Warex)
WAREX Armaturen und Industriebedarf GmbH.

In diese Zeit fällt die Weiterentwicklung der Absperrklappen mit pneumatisch beaufschlagbaren Dichtelementen, für die anschließend erfolgreich Gebrauchsmusterschutz beantragt wurde. Dem Antrag gab das Bundespatentamt unter der Nr. G 9106 289.6 mit Datum vom 14. 11. 1991 statt.
Seit dieser Zeit werden diese Absperrklappen der Baureihen DKZ 103 und DKZ 110 mit dem Zusatz APS® = Air Pressure Sailing (Warenzeichen 2 046 164) versehen und haben sich in der Praxis als langlebige Absperrorgane bewährt.

Reaktionen auf veränderte Bedürfnisse des Marktes führten zur Straffung und Umstrukturierung des Fertigungsprogrammes: Die Fertigung von WAREX Doppelexzenter- und Doppelflansch- Rückschlagklappen nahm spürbar ab, in gleichem Maße stieg die Produktion sicherheitstechnischer Absperrklappen.

1992

wurden bereits die ersten Sicherheitsabsperrklappen konstruiert, die von der Bergbau Versuchsanstalt in Dortmund auf Druckstoßfestigkeit und Zünddurchschlagsicherheit geprüft und zertifiziert wurden. Diese Absperrklappen der Baureihen DKZ 103 wurden fortan mit DMT-Zertifikat geliefert und haben sich inzwischen in besonders explosionsgefährdeten Anlagen bestens bewährt.
Mit der betrieblichen Erneuerung vollzog sich eine weitere öffnung des Unternehmens zum weltweiten Vertrieb des gesamten Herstellungsprogrammes. Mit dieser unternehmerischen Entscheidung wurde die Grundlage für den kontinuierlichen Aufstieg der Firma WAREX geschaffen.

1995

wurde als Ergebnis aus dem Handel mit den inzwischen weltweit vorhandenen WAREX-Kunden mit dem Aufbau von Direktvertretungen begonnen. Im Zuge der Internationalisierung wurde der Firmenname in WAREX VALVE GmbH geändert. Gleichzeitig übergab der geschäftsführende Firmeninhaber Fritz Schmidt die Geschäftsleitung an den bis dato technischen Leiter des Unternehmens Ing. Gerhard Oberbeck.

1996

wurde die Herstellung der WAREX-Produkte den Anforderungen des Qualitätsmanagements nach EN ISO 9001 unterzogen. Der Auditor der mit der Prüfung beauftragten Gesellschaft DET NORSKE VERITAS zertifizierte die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb des WAREX–Absperrarmaturenprogramms. Damit wurde sichergestellt, dass WAREX Armaturen den vielseitigen, betriebstechnischen Anforderungen entsprechen und die konstruktiven-, anwendungs-und fertigungstechnischen Erfahrungen des Unternehmens den Anlagenplanern und Anwendern ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten.

Mit der erfolgreichen Zertifizierung machte das Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt für die Akzeptanz der Produkte auf dem Markt. Gleichzeitig stellten die stetig zunehmenden Anforderungen an die Absperrorgane durch neue chemische und thermische Prozessabfolgen für das Unternehmen eine ständige Herausforderung dar. So wurden konstruktive Erneuerungen an den herkömmlichen Absperrklappen erforderlich, um den Anwendern bei schwierigsten Betriebsabläufen, sei es in der Schüttguttechnik, in pneumatischen Förderanlagen oder bei chemischen Prozessen, ein Höchstmaß an sicheren, stabilen und langlebigen Absperrorganen liefern zu können.

Nach intensiven, über Monate andauernden Testversuchen unter extremen Betriebsbedingungen wurde unter der Typenreihe DKZE 103 eine neuartige Absperrklappe kreiert und beim Bundespatentamt zum Patent angemeldet. Bei dieser exzentrisch gelagerten, universell einsetzbaren und wartungsarmen Absperrklappe kann das pneumatisch beaufschlagbare Dichtelement ohne Demontage der Armatur auch von nicht speziell ausgebildetem Personal ausgetauscht werden. Diese Ausführung ermöglicht besonders im Einsatz bei pneumatischen Förderanlagen hochabrasiver Medien (wie z.B. Quarzsand) wesentlich geringeren Verschleiß. Daraus resultieren längere Standzeiten der jeweiligen Dichtelemente und damit ein enormer ökonomischer Vorteil für den Anwender.

Im rauesten Einsatz und unter schwierigsten Betriebsbedingungen hat sich diese Absperrklappe-Typenreihe bestens bewährt. Drei bis vier Schaltungen pro Minute bei einem 24 Stunden-Betrieb haben auch nach zweijährigem Einsatz nur zu geringen Verschleißerscheinungen an den im negativen Strömungsbereich liegenden Dichtelementen geführt. Damit wurde erwiesen, dass die Standzeiten der Dichtelemente um ein Vielfaches höher gegenüber herkömmlichen Absperrklappen sind.

1999

erfolgte altersbedingt der geplante Wechsel in der Geschäftsführung, ohne die kontinuierliche Weiterentwicklung der Firma WAREX VALVE GmbH zu unterbrechen. Diplom-Kaufmann Jörn Schneider, Diplom-Ingenieur Andreas Reusch und Frank Schmidt übernahmen nunmehr die Leitung des Unternehmens. Das gesteckte Ziel: Neben der Herstellung und Weiterentwicklung von Absperrklappen auch die Voraussetzungen zur Fertigung von kompletten Problemlösungen insbesondere unter sicherheitsrelevanten Aspekten zu schaffen. Hierzu zählen u. a. die Weiterentwicklungen von Druck- bzw. Kammerschleusen zur Austragung oder Einschleusung, sowie zur Dosierung von Feststoffen in oder aus Druck- bzw. Vakuumbehälter, im Besonderen in Verbindung mit Absperrklappen der zertifizierten Baureihen „GS“ zur explosionstechnischen Entkoppelung. Für Halb- oder vollautomatische Prozessabläufe bei Klappen-/Schleusen-kombinationen wurden anwendungsspezifische elektropneumatische Steuerungen entwickelt, die anschlussfertig geliefert und vor Ort problemlos installiert werden können. Darüber hinaus wurden für verschiedene Extrembedingungen weitere Absperrklappen konstruiert und patentrechtlich geschützt. So u.a. eine metallisch dichtschließende Absperrklappe für Heißgase mit hohen Feststoffanteilen und Temperaturbereiche bis 460° C sowie die Weiterentwicklung der weltweit bewährten Ventil-Doppelexzenterklappe VENDEX.

2003

Für hochabrasive Medien wurde 2003 eine besonders kostengünstige Absperrklappe in Leichtbauweise zum Einsatz in pneumatischen Förder- und Abfüllanlagen unter der Bezeichnung DKZE 110 entwickelt. Diese Absperrklappe ist mit einer exzentrisch gelagerten Klappenscheibe und einem leicht auswechselbaren Dichtelement ausgestattet. Dieses kann ebenfalls ohne Demontage der Armatur ausgetauscht werden und findet besonders in konstruktiv leichteren und mobilen Anlagen Verwendung. Eine technisch hochwertige, kostengünstige Alternative zur kontinuierlichen Förderung und gasdichtem Absperren von Schüttgütern und Granulaten in Feindosieranlagen bietet sich mit der neu entwickelten WAREX-Armatur der Baureihe DKZ 103 Rotary Valve mit mehrstufig-sternförmiger ausgeführter Klappenscheibe an. Diese ist speziell dazu geeignet, Feindosieranlagen und Siebe mit den entsprechenden Schüttgütern und Granulaten kontinuierlich ohne Brückenbildung zu beschicken. Diese Armatur wird sowohl in 180°-Drehausführung als auch in durchdrehender Version je nach Antriebsart und Prozessanforderung geliefert. Die Besonderheit dieser Armatur besteht darin, dass ein gasdichtes Absperren in der jeweiligen Klappenflügelstellung „Zu“ durch unser APS-System gewährleistet ist.

Seit dem 30. Juni 2003 unterliegen Absperrklappen je nach Einsatzzweck
der ATEX-Richtlinie 94/9/EG Geräte und Schutzsysteme
zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen.

Gemäß dieser Richtlinien wurden WAREX-Absperrklappen der zentrisch gelagerten Baureihen DKZ 103, DKZ 110, DKZ 103 GS, DKZ 110 GS, DKZ 103 APS°, DKZ 110 APS sowie den exzentrisch gelagerten Absperrklappen der Baureihen DKZE 103 APS (Patent Nr.: DE 195 42 568) und DKZE 110 APS (Patent Nr.: DE xxx xx xxx) der EG-Baumusterprüfung unterzogen und von der EXAM BBG Prüf- und Zertifizierungs GmbH mit Datum vom 13. Mai 2003 sowohl als „Gerät“, als auch in Kombination, inklusive entsprechender Steuerung, als „Schutzsystem“ zertifiziert.

Heute hat sich das Unternehmen neben der Herstellung von „normalen“ Absperrklappen verstärkt dem Explosionsschutz gewidmet und Schutzsysteme einsetzbar für Kst - Werte bis 1000 bar m/s entwickelt. Unter Berücksichtigung explosionsgefährdeter Bereiche und möglich auftretender explosiver Atmosphären durch brennbare Stäube der Zonen 20 bis 22 wurden von WAREX Valve Doppelklappensysteme entwickelt, die alle sicherheitsrelevanten Parameter berücksichtigen. Dabei wurden im Besonderen die stoffspezifischen Eigenschaften der Stäube wie Zündtemperatur, Zündenergie und maximaler Explosionsdruck ebenso berücksichtigt wie die Einteilung der Staubexplosionsklassen St 1 bis St 3.

Besondere Merkmale dieser Systeme sind die druckstoßfeste und flammendurchschlagsichere Ausführung bis 14 bar, die Eignung für KST-Werte bis 1000 bar m/s, für Gase und für Temperaturbereiche bis 200°C. Reduzierte Leckluft im Betrieb und das Auftreten keiner Leckluft im geschlossenen Zustand sind weitere Vorzüge dieser Systeme.

Doppelklappensysteme bestehen aus einer Kombination zweier Absperrklappen der GS-Baureihen, einem dazugehörigem Zwischenbehälter sowie einer EG-baumustergeprüften Ansteuerung der Absperrklappen. Um die Funktionssicherheit zu gewährleisten, wurde eine patentierte pneumatische Verriegelung entwickelt, die die Kombination mit einer präzise zu justierenden Endschaltereinheit (Schalthysterese < 1° bzw. 2°) sicherstellt.

Die Erweiterung des weltweiten Vertriebsnetzes wurde durch den Aufbau weiterer Vertretungen realisiert, so ist die Firma WAREX VALVE GmbH u. a. in Frankreich, den Benelux-Staaten, in Skandinavien, österreich, Italien und der Schweiz präsent und wird durch kompetente Vertragspartner bzw. Ingenieurbüros vertreten. Die ständig steigenden hohen Anforderungen der Industrie und der Verfahrenstechnik sowie die prozessbedingten Weiterentwicklungen in der Chemischen Industrie, erfordern in zunehmendem Maße darauf abgestimmte zuverlässige und vor allem betriebssichere Absperrorgane. Diesen Anforderungen stellen wir uns und lösen diese durch langjährige Erfahrung und kompetentes Wissen und die Kreativität unserer Mitarbeiter. In unserer Arbeit zielen wir auf eine bedeutende und nachhaltige Wertsteigerung für unsere Kunden ab. Dies erreichen wir durch ständige Verbesserung unserer Produkte, kontinuierlichen Lernprozess, Umsetzung der daraus erworbenen Erkenntnisse und außerordentliche Kundenorientierung.

2008

Ergebnis dieser außerordentlichen Kundenorientierung war in den letzten Jahren die Entwicklung der Schutzsysteme mit einem KST-Wert 1000, die im Jahr 2008 von WAREX vorgestellt wurden.

2010

wurde das Lieferprogramm durch lufttechnische Klappen vom Typ DKD-AK mit einem Nennweitenbereich bis 3000 und unterschiedlichen Bauformen (rund und rechteckig oder als Jalousieklappe, bzw. als Sperrluft- / Tandemklappe) ergänzt.

Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ werden alle Kundenanregungen genutzt, um noch innovativere Lösungen zu entwickeln – die Reihe attraktiver Neuentwicklungen ist sicher nicht abgeschlossen.

padd